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Stadtnachricht

Kultur für Zuhause


Unter dem Motto „Kultur für Zuhause“ stellt das Kulturamt Weinstadt wöchentlich Tipps der Stadtbücherei und ein „Exponat der Woche“ aus den städtischen Museen vor.
 
Büchertipps der Woche, vorgestellt von Christina Kammerer, Leiterin der Stadtbücherei.
Joanna Schaffhausen: Wie viele willst Du töten.
Ellery ist Polizistin in Woodbury, einem kleinen Ort in Massachusetts. In dem sonst friedlichen Ort sind in den letzten drei Jahren drei Personen verschwunden, in jedem Jahr eine. Ellery glaubt nicht an Zufall, denn die Personen sind jedes Mal kurz vor ihrem Geburtstag verschwunden. Niemand glaubt ihr, doch es weiß auch niemand von den anonymen Geburtstagskarten, die sie seit drei Jahren bekommt, und auch nicht, dass sie selbst einmal fast Opfer eines Serienmörders geworden ist. Kurz vor ihrem nächsten Geburtstag holt sie sich Hilfe von Reed, der sie damals befreite. Wird er ihr glauben?
Christina Kammerer urteilt: „Ein spannender Thriller mit einem überraschenden Schluss. Besonders interessant ist die Sichtweise von Ellery: Es wird gut vermittelt, mit welchen Konsequenzen sie als Entführungsopfer leben muss.“
 
John Grisham: Das Manuskript. Hurrikan Leo steuert auf Camino Island zu. Die Vorhersagen sind so verheerend, dass die Insel evakuiert wird. Buchhändler Bruce Cable weigert sich, die Insel zu verlassen und damit ist er nicht der Einzige. Die Folge: Nach dem Sturm gibt es mehrere Tote, darunter auch Thrillerautor Nelson Kerr, ein Freund von Bruce. Doch ist Nelson wirklich an den Folgen des Sturms gestorben? Bruce und seine Freunde bekommen Zweifel und beginnen zu ermitteln. Nelson hat an einem neuen Buch gearbeitet. Hat der Inhalt seinem Mörder nicht gefallen?
 
Wieder gelingt Bestsellerautor John Grisham ein spannender, gut konstruierter Thriller, unaufgeregt, ohne viel Action und trotzdem passiert sehr viel, geschrieben in einer tollen, ruhigen und gut lesbaren Sprache. Bei „Das Manuskript" handelt es sich um eine unabhängige Fortsetzung von „Das Original".
 Beide Bücher sind in der Stadtbücherei Weinstadt ausleihbar.
 
Museumsexponat der Woche, vorgestellt von Stadtarchivar und Museumsleiter Dr. Bernd Breyvogel: Lithographie zur Verlegung des Stiftes Beutelsbach nach Stuttgart im Württemberg-Haus Beutelsbach. Im Museum Wiege Württembergs hängt eine Ausfertigung der wohl einzigen bildlichen Darstellung zur Verlegung des Stiftes Beutelsbach nach Stuttgart. Die Lithografie ist untertitelt: „Graf Eberhard der Erlauchte (1265-1325) bringt die Gebeine der in der Stiftskirche zu Beutelsbach beigesetzten Mitglieder seines Hauses nach Stuttgart. 24. Juni 1321.“ Ob an diesem Tag wirklich solch eine feierliche Prozession mit den Särgen aus der Beutelsbacher Grablege stattfand, ist nicht belegt – die Darstellung gibt die etwas romantisierende Sicht der Zeit um 1900 wieder. Tatsächlich handelte es sich bei dieser Verlegung um einen Prozess, der rund zehn Jahre dauerte. Er scheint aber 1321 zu einer Art Abschluss gekommen zu sein, auch der Neubau des bis heute erhaltenen hochgotischen Chors der Stuttgarter Stiftskirche für die Beutelsbacher Stiftsherren hängt damit zusammen. Unbestritten ist dagegen die epochale Bedeutung dieser Verlegung: Sie vollendet quasi den Ausbau Stuttgarts als württembergische Hauptstadt, die nun auch das religiöse Zentrum der aufstrebenden Grafschaft bildet. Zugleich markiert sie das Ende der zentralörtlichen Rolle Beutelsbachs für das Land – die „große“ Zeit des Remstalorts war damit definitiv vorbei.
 
Das Württemberg-Haus Beutelsbach ist geöffnet: Fr 14-17 Uhr, Sa 14-18 Uhr, So 13-17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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