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Stadtnachricht

Schulsozialarbeit Weinstadt bringt Kinder in Corona-Zeiten auf Trab


Bewegungs-Challenge für Grundschüler erfährt große Resonanz

Homeschooling im Lockdown bedeutet für Kinder und Jugendliche vor allem viel weniger Bewegung. Anlass genug für die Schulsozialarbeit Weinstadt, an den Grundschulen  eine Bewegungs-Challenge für Mädchen und Jungen zu starten – und das mit einem sehenswerten Erfolg und vielen positiven Rückmeldungen.
 
Das Ziel der Challenge war, die meisten Kilometer für die eigene Klasse in einem bestimmten Zeitraum zu sammeln. Gezählt wurden alle Kilometer, die beim Laufen, Fahrrad fahren, Roller fahren, Inliner fahren, mit dem Schlitten, auf Skiern oder wie auch immer zurückgelegt wurden. Die Kilometer konnten mit einer Tracking App, Google Maps, FITBIT oder einfach durch Schätzen gemessen werden.
 
Die Schulsozialarbeiterinnen an den Weinstädter Grundschulen sammelten alle Ergebnisse und errechneten die durchschnittlichen Kilometer pro Kind, die zusammenaddiert das Klassenergebnis darstellten. Für die Klasse mit den meisten Kilometern gab es einen Pokal und einen Preis.
 
Die Eltern gaben der Schulsozialarbeit sehr positive Rückmeldungen zu dieser Challenge. So schrieb eine Mutter, dass sich ihr Sohn sehr über die Herausforderung dieser Challenge gefreut habe und er nun „seine Aufgaben zügig und konzentriert“ erledige, um möglichst schnell und viel nach draußen gehen zu können. Andere berichteten, sie seien durch die Challenge mit den Kindern gelaufen, Fahrrad gefahren und spazieren gegangen. „Insgesamt haben wir 98 Kilometer erreicht“, schrieb eine andere Mutter, sichtlich von der eigenen Leistung beeindruckt. Eine weitere Familie brachte es auf den Punkt: „Die Bewegungs-Challenge war eine super-geniale Idee, vielen Dank! Genau solche Sachen brauchen wir in dieser Zeit, es ist nicht leicht.... Alle kämpfen sich durch. Danke auf alle Fälle!“
 
„Als positiven pädagogischen Nebeneffekt haben die Kinder neben der Bewegung vor allem auch wieder einen Klassenbezug erfahren können“, stellt Sabine Engels, Bereichsleitung Schulsozialarbeit im Stadtjugendreferat der Stadt Weinstadt fest. „Die Kinder waren stolz auf ihre eigene Leistung und die ihrer Klasse. Dabei spielte natürlich auch der Wettkampfgedanke eine wichtige Rolle. Sicherlich hatte diese Aktion auch einen positiven Effekt innerhalb der Familien. Die Bewegung hat für Ausgleich gesorgt. Man hatte einen guten und motivierenden Grund auch bei nicht so schönem Wetter einmal das Haus zu verlassen“, so Sabine Engels. Vor allem aber zeigten die Kinder eine hohe Motivation, sich für das gemeinschaftliche Erreichen eines nahe liegenden Zieles einzubringen. Und das ist in diesen Pandemiezeiten vielleicht wieder einmal das schönste Erlebnis.
 
Die nächste Challenge hat die Schulsozialarbeit übrigens schon wieder ausgerufen. Diesmal werden bis zum Ende der Faschingsferien Treppenstufen gesammelt.