Zeitungsstapel

Stadtnachricht

"Kultur für Zuhause" - Folge 61


Unter dem Motto „Kultur für Zuhause“ stellt das Kulturamt Weinstadt wöchentlich Tipps der Stadtbücherei und ausgewählte Exponate aus den städtischen Museen vor.

Christina Kammerer, Leiterin der Stadtbücherei, stellt Ursula Poznanskis Roman „Rot wie Feuer (Vanitas, Band 3)“ vor

Carolin wurde von ihren Verfolgern in Wien entdeckt. Sie kehrt nach Frankfurt zurück, wo alles angefangen hat, in die Hochburg ihrer Feinde. Sie will sich nicht länger verstecken, sondern sich ihren Feinden stellen. Doch diese gehören zu dem russischen Karpin-Clan und sind sehr gefährlich. Sie weiß nicht, ob sie ihr Rachespiel überleben wird. Entweder sie gewinnt und erhält ihre Freiheit zurück oder für sie ist alles zu Ende. Sie kann nur hoffen, dass sie genug über ihre Feinde weiß. Doch reicht das um zu überleben?

Dazu Christina Kammerer: „Bestsellerautorin Ursula Poznanski ist mit dem dritten Band ihrer Reihe ‚Vanitas‘ mal wieder ein toller Thriller gelungen. Fesselnd bis zum Schluss und super geschrieben, kann das Buch nur empfohlen werden, auch wenn es dieses Mal etwas brutaler zugeht. Ein rundum gelungenes Finale, denn es handelt sich um den Abschlussband. Vorkenntnisse der ersten Bände sind hilfreich, aber nicht erforderlich. Am besten jedoch alle Bände lesen, denn Poznanski-Fans wissen: Mit ihren Büchern kann man nie etwas falsch machen.“

Das Buch ist in der Stadtbücherei Weinstadt ausleihbar.

Exponat der Woche, vorgestellt von Musemsleiter Dr. Bernd Breyvogel: Fahne des „Armen Konrad“ im Württemberg-Haus Beutelsbach

Schon vor über 500 Jahren gehörte Propaganda zur politischen Auseinandersetzung, und schon damals waren griffige Formulierungen und einprägsame Symbole wesentlich für erfolgreiche Kommunikation. Der typisch bäuerliche Bundschuh (gebundener Schuh) gab damals nicht nur der ganzen Aufstandsbewegung seinen Namen, sondern war auch als deren bildhaftes Symbol auf Fahnen oder Druckschriften omnipräsent und ging bis heute in den Sprachgebrauch für Protestbewegungen ein. Dem „Armen Konrad“ war solch eine durchschlagende Verbindung von Name und Symbol der Bewegung nicht gelungen, ein einheitliches Kampf- oder Feldzeichen gab es nicht. Und der Bundschuh wurde höchstens vereinzelt übernommen, weil man sich eigentlich von dieser erst im Vorjahr erneut gescheiterten Bewegung abheben wollte. So blieb es bei verschiedenen, quellenmäßig mehr oder weniger sicher überlieferten Fahnenzeichen, von denen nur bei einem der tatsächliche Einsatz zeitgenössisch belegt ist: zwei gekreuzte, schwarze Schwerter auf weißem Grund. Die im Museum Bauernkrieg ausgestellte Fahne hat Bernhard Dippon aus Beutelsbach rekonstruiert.

Fahne Bauernkrieg