Zeitungsstapel

Stadtnachricht

Serie zur Ukrainekrise (Teil 2): Das Liegenschaftsamt mietet Wohnungen an


Der Krieg in der Ukraine treibt immer mehr Menschen in die Flucht. In Weinstadt sind inzwischen insgesamt 134 Ukrainerinnen und Ukrainer angekommen. Die Stadt und auch die Stadtgesellschaft kümmern sich auf verschiedensten Ebenen um die Flüchtlinge. In einer Serie stellen wir Mitarbeiter, Hauptamtliche und Ehrenamtliche vor, die diesen entwurzelten Menschen helfen, bei uns anzukommen. Heute: Thilo Neher und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Liegenschaftsamt, die Wohnungen für Flüchtlinge sichten, anmieten und gegebenenfalls richten.

Rund 50 Wohnungsangebote hat das Liegenschaftsamt erhalten - und das in kürzester Zeit. „Das ist sensationell“, sagt Thilo Neher. Sein Team kommt kaum hinterher die Wohnungen zu besichtigen und auch anzumieten. „Erst werden die Angebote auf Tauglichkeit geprüft. Nicht alle Wohnungen sind in einem Zustand, in dem wir sie direkt Ukrainerinnen und Ukrainer zur Verfügung stellen können“, berichtet Neher.

Das Motto: Schritt für Schritt zum Ziel. Das Ziel: Wohnungen an Flüchtlinge aus der Ukraine zu vergeben, „die entweder nur mit einer Handtasche oder aber mit einem Seesack ankommen“, so Neher. „Es ist ganz unterschiedlich und sagt viel über die Umstände der Flucht aus.“ Was den Prozess bis zur Wohnungsübergabe erschwert: „Aktuell ist es kompliziert an Betten und Matratzen zu kommen. Aber mit der ‚Rumpelkammer‘ haben wir einen tollen Partner, der uns hilft.“

Für die Vermieter wiederum fungiert die Stadt Weinstadt als zuverlässiger Vertragspartner und bietet Sicherheit. „Aktuell melden wir wöchentlich zwei bis drei Wohnungen an den Landkreis, die dann auch zügig belegt werden“, so Neher. „Die nächsten Wochen sehen bei uns vermutlich genauso aus.“

Thilo Neher, Stellvertretender Leiter des Liegenschaftsamts