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Stadtnachricht

Drei Stadtwerke an der B 29 bündeln die Kräfte für mehr Photovoltaik


Flächen an Verkehrswegen bieten ein wichtiges Potenzial zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Das Land Baden-Württemberg stellt mit der „Initiative für mehr Photovoltaik an Bundes- und Landesstraßen“ ungenutzte Flächen entlang der Bundes- und Landesstraßen in Baden-Württemberg interessierten Energieversorgern zur Installation und Betrieb von Photovoltaik-Anlagen zur Verfügung.

Gemeinsam haben sich die Stadtwerke Weinstadt, Schorndorf und Schwäbisch Gmünd am 28. April für Projektflächen entlang der B29 beim zuständigen Ministerium für Verkehr in Baden-Württemberg beworben. Zuvor haben die Geschäftsführer der drei Stadtwerke eine Absichtserklärung unterzeichnet, in welcher die Stadtwerke Weinstadt, die Stadtwerke Schorndorf GmbH sowie die Stadtwerke Schwäbisch Gmünd GmbH die gemeinsamen Pläne für eine landkreisüberschreitende Zusammenarbeit beim Ausbau der Photovoltaik bekräftigen.

Die beteiligten Stadtwerke erörtern aktuell die wirtschaftlich und technisch umsetzbaren Erschießungsmöglichkeiten für Photovoltaikanlagen entlang der B29 im Remstal. Auf der insgesamt 45 Kilometer langen Strecke zwischen Fellbach und Schwäbisch Gmünd werden vorerst drei Abschnitte genauer betrachtet. Neben einem rund 4 km langen Streckenabschnitt bei Weinstadt, sind zwei weitere Abschnitt mit jeweils rund 3 km Länge in Schorndorf und Schwäbisch Gmünd Gegenstand der Analyse.

Darüber hinaus ist ein Ziel der Kooperation, im Laufe des Verfahrens weitere Energieversorger und Stadtwerke entlang der B 29 zu einem durchgängigen und einheitlichen Umsetzungskonzept zu gewinnen.

Für die Photovoltaikmodule könnten vorhandene Lärmschutzwände genutzt oder eine Solarwand längs der B29 installiert werden. Zusätzlich berücksichtigt die Bewerbung die Bereiche der Ein- und Ausfahrt-Nebenflächen. Das Potenzial liegt nach ersten Berechnungen bei mehr als 5 MWp. Damit könnten mehr als 2.000 Zwei-Personen-Haushalte mit Strom ganzjährig versorgt werden.

Auch über den Bau von Dachkonstruktionen über der Straße zur Installation von PV-Modulen wird nachgedacht, jedoch bedarf dies einer umfangreicheren Analyse.

Mit der Bewerbung für die Teilnahme an der „Initiative für mehr Photovoltaik an Bundes- und Landesstraßen in Baden-Württemberg“ wollen die Projektpartner ihre Kräfte bündeln und gemeinsam mehr für den Klimaschutz und die Energiewende im Rems-Murr- und Ostalbkreis tun.