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Stadtnachricht

Rege Teilnahme beim ersten Bürgerrundgang in Strümpfelbach


Der erste von fünf Bürgerrundgängen in den verschiedenen Stadtteilen von Weinstadt ist ein voller Erfolg: Rund 80 bis 100 Bürgerinnen und Bürger, teilweise mit Kinderwagen, sind dem Aufruf gefolgt und haben sich dem Rundgang in Strümpfelbach angeschlossen, haben Fragen gestellt und zugehört, wenn es um Themen wie Breitbandausbau oder Hochwasserrückhaltebecken ging. Oberbürgermeister Michael Scharmann ist sehr zufrieden: „Das war eine runde und gelungene Veranstaltung mit einem tollen Austausch.“ Am Mittwoch, 1. Juni, geht es in Schnait mit diesem Format weiter. Anmeldungen und Themen dafür nimmt die Stadt unter der Telefonnummer (07151) 693-228 oder per E-Mail unter rundgang@weinstadt.de an. Der Treffpunkt für diesen Rundgang wird rechtzeitig angekündigt.

Rundgang Strümpfelbach: Bürger kommen mit dem Oberbürgermeister Michael Scharmann und Erstem Bürgermeister Thomas Deißler ins Gespräch – Kinderbetreuung, Tempo 30 oder auch das alte Rathaus sind einige der Themen

Kurz vor Beginn des ersten Bürgerrundgangs in Strümpfelbach huschen noch die letzten Teilnehmer auf den Parkplatz des Freibades, um die beste Sicht auf die Vertreter der Stadt und auf das erste Thema, den Glasfaserausbau in Weinstadt, zu ergattern. Die sonnigen und warmen Temperaturen haben viele Bürgerinnen und Bürger aus ihren Häusern gelockt, um ihre Anliegen an die beiden Stadtoberhäupter zu bringen.

„Wir freuen uns, dass heute so viele den Weg zu uns gefunden haben, um sich gemeinsam über die Belange von Strümpfelbach auszutauschen. Scheuen Sie sich nicht und sprechen Sie uns auch während des Rundgangs direkt an, denn dafür sind wir heute hier“, so Oberbürgermeister Michael Scharmann. Nach diesen Begrüßungsworten geht es dann auch schon gleich ans „Eingemachte“.

Vor einem Banner mit Informationen zum Ausbau des Glasfasernetzes stellen Thomas Meier und Henning Wendler von den Stadtwerken Weinstadt die geplanten Neuerungen vor und beantworten auch gleich noch allgemeine Fragen. Alle Gewerbetreibenden, Schulen und 50 Prozent der Haushalte in Weinstadt sollen bis 2025 mit Breitband versorgt werden. Bis zum Jahr 2030 dann 90 Prozent aller Haushalte. Die interessierten Bürger nutzen die Gunst der Stunde und holen sich bei dieser Gelegenheit auch gleich konkrete Infos über den eigenen Hausanschluss ein.

Nach rund einer halben Stunde gibt Michael Scharmann das Signal zum Weitermarsch in Richtung Hochwasserrückhaltebecken. Auf dem Weg dorthin geht es vor allem um die Kindergartenbetreuung in Strümpfelbach. Dazu Michael Scharmann: „Aktuell bauen wir mit der evangelischen Kirchengemeinde eine weitere Kindergartengruppe, jedoch stellt uns die Kinderbetreuung vor große Herausforderungen. Durch den ständig wachsenden Bedarf müssen immer weitere Einrichtungen gebaut werden. Nicht nur die Kosten, sondern auch der Fachkräftemangel bringen uns häufig an die Grenzen des Möglichen.“

An der Baustelle des Hochwasserrückhaltebeckens Schachen angekommen, gibt auch hier wieder ein Banner Aufschluss über das Vorhaben. Untermalt wird diese Szenerie mit den Worten des Ersten Bürgermeisters Thomas Deißler, der umfassende Inhalte des Umbaus widergibt: „Mit dem Bau wurde bereits gestartet. Das Becken soll im Jahr 2025 fertiggestellt sein.“ Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger ist auch hier groß – und eine Frage folgt auf die andere.

Mit Blick auf ein herannahendes Gewitter und hoffen auf Wetterglück zieht die Gemeinschaft weiter zur nächsten Station. Am Friedhof werden die neuen Stelen begutachtet. Dinge, wie fehlende Geländer – diese wurden bereits in Auftrag gegeben – und zusätzliche Parkmöglichkeiten, sind Thema vor Ort.

Einen kurzen Stopp legt der Rundgang an der Kreuzung in der Kelterstraße ein. Ein Bürger fragt: „Wir haben bereits über die Kinderbetreuung gesprochen. Man wird auch älter. Wie sieht es mit einem Pflegeheim in Strümpfelbach aus?“ Oberbürgermeister Scharmann führt aus, dass interessanterweise laut Umfrage im Zuge des Stadtseniorenplans die Zufriedenheit der Senioren in Strümpfelbach mit ca. 95 Prozent am höchsten in ganz Weinstadt ist und das, obwohl es kein Pflegeheim gibt. Die große Herausforderung in Strümpfelbach ist es, eine geeignete Fläche für den Bau eines Pflegeheims zu finden. Weitere wichtige Themen an dieser Stelle sind der Wunsch nach einem durchgängigen Tempolimit in der Ortsdurchfahrt, die Parksituation an der Hauptstraße sowie die Zukunft des Strümpfelbacher Rathauses.

Das letzte Stück führt wieder zum Ausgangspunkt des Rundgangs, dem Freibad. Hier warten kleinen Köstlichkeiten, welche die neuen Freibadpächter, die Familie Ellinger, vorbereitet haben. Wer sich umschaut, sieht zufriedene Gesichter bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Und auch diese Gelegenheit lassen sich die Bürger nicht entgehen und tauschen sich rege mit den Vertretern der Stadt aus.

Das Fazit: „Es war eine schöne, gelungene Veranstaltung, die von den Bürgerinnen und Bürgern sichtlich gut angenommen wurde. Wir haben uns sehr über die zahlreichen Teilnehmer sowie den interessanten Austausch gefreut und sind schon gespannt auf die nächsten Rundgänge“, zieht Oberbürgermeister Michael Scharmann sein Resümee.

OB Scharmann und Bürger beim Bürgerrundgang Strümpfelbach