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Stadtnachricht

Solaroffensive - PV-Checks für Häuslesbesitzer


Die Energieagentur Rems-Murr und die Stadt Weinstadt starten vom 20. Juni bis 1. Juli gemeinsam eine Solaroffensive und bieten in diesem Zeitraum günstige Photovoltaik-Checks für interessierte Gebäudebesitzer. Ziel ist, so viel Photovoltaik wie möglich auf Weinstädter Dächer und Fassaden zu installieren.

Mitmachen ist ganz einfach: Während des Aktionszeitraums erhalten Bürgerinnen und Bürger bei einer Eigenbeteiligung von 30 Euro einen individuellen Photovoltaik-Check (PV-Check) von der Energieagentur. Die Energieberater suchen die Teilnehmer direkt zu Hause auf. Alternativ kann der PV-Check auch online erfolgen.

Jürgen Menzel, Geschäftsführer der Energieagentur Rems-Murr, fordert alle Weinstädter Gebäudebesitzer auf: „Vereinbaren Sie jetzt einen Termin, lassen Sie sich umfassend und direkt am Gebäude beraten und helfen Sie dabei, Weinstadt noch klimafreundlicher zu gestalten.“

Beim PV-Check erhalten die Teilnehmer vor dem Termin einen kurzen Fragebogen zu ihrem Gebäude, um die wichtigsten Rahmendaten vorab zu klären. Die Energieberater suchen die Teilnehmer dann zuhause auf und prüfen die Eignung der Dachflächen für Photovoltaik. „Die Bürger erhalten die Möglichkeit, ihre Fragen individuell zu klären. Im Nachgang erhalten sie einen Bericht, der alle Details der Beratung und Vorschläge zum weiteren Vorgehen zusammenfasst“, erklärt Menzel das Vorgehen zu den PV-Checks der Solaroffensive.

Für die Stadt Weinstadt ist der Ausbau der Photovoltaik ein wichtiges Thema. „Weinstadt will bis 2035 klimaneutral werden. Unser ambitioniertes Ziel erreichen wir nur, wenn wir voll auf den Ausbau der PV setzen. Es freut uns, diese Aktion finanziell und inhaltlich zu unterstützen“, so Oberbürgermeister Michael Scharmann.

Möglich wird die Aktion auch, weil sich die Stadtwerke Weinstadt ebenfalls mit einem Sponsoring an der Solaroffensive beteiligen. „Damit die Energiewende gelingt, braucht es auch einen flächendeckenden Ausbau der Photovoltaik vor Ort in Weinstadt. Die Dächer spielen da natürlich eine wichtige Rolle, aber der Ausbau muss auch auf Freiflächen oder Parkplätzen vorangetrieben werden“, ergänzt Thomas Meier, Betriebsleiter der Stadtwerke Weinstadt.

So funktioniert die Teilnahme:

Die Aktion findet vom 20. Juni bis zum 1. Juli statt. Jede Privatperson, die ein Einfamilien-, Mehrfamilien- (maximal zwei bis drei Parteien), Reihen- oder eine Doppelhaushälfte in Weinstadt besitzt, kann an der Solaroffensive teilnehmen. Interessenten schicken dazu eine E-Mail an info@ea-rm.de mit folgenden Daten: Vorname, Nachname, Adresse, Telefonnummer, Randdaten zum Gebäude (Art des Gebäudes, Baujahr, Jahresstromverbrauch etc.) und mögliche Wochentage und Uhrzeiten für den PV-Check. Die Dauer für die Beratung ist auf etwa eine Stunde angesetzt.

Hintergrund:

Viele Menschen setzen sich derzeit mit der Frage auseinander, wie man den eigenen Strom zu Hause selbst produzieren und sich dabei von den explodierenden Preisen fossiler Energieträger unabhängig machen kann. Eine mögliche Antwort ist die Photovoltaik, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Im vergangenen Jahr lag der Anteil von Solarstrom in Deutschland bei knapp neun Prozent – dadurch konnten etwa 35 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden (laut Statista.de).

Die Erzeugung von Strom durch die Sonne hat viele Vorteile. Es lohnt sich immer mehr, selbst produzierten Strom für den eigenen Strombedarf zu nutzen. Denn dieser kostet weitaus weniger als der Strom aus dem Netz. Das Photovoltaik-Netzwerk Baden-Württemberg gibt an, dass selbst kleine Systeme für private Wohnhäuser mittlerweile Strom für acht bis zehn Cent pro Kilowattstunde produzieren. Gegenüber der Lieferung von Strom durch einen Energieversorger, der netto etwa 25 Cent pro Kilowattstunde kostet, ergibt sich so eine Einsparung von rund 16 Cent pro Kilowattstunde.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Strom im Haushalt auch bei Abwesenheit genutzt werden kann. Denn in jedem Haushalt gibt es Geräte, wie beispielsweise der Kühlschrank, die dauerhaft mit Strom versorgt werden müssen. Zudem können inzwischen viele Haushaltsgeräte, wie der Geschirrspüler oder die Waschmaschine, vorprogrammiert werden. Zusätzlich bieten Batteriespeicher die Möglichkeit, den Solarstrom über den Tag zu speichern, um diesen abends zu verbrauchen. Außerdem kann man mit dem eigenen Solarstrom sein E-Auto oder Pedelec aufladen. Eine gut aufgestellte Solaranlage ist gleichzeitig auch als eine solide Kapitalanlage zu sehen.

Mehr Infos zum Thema Photovoltaik in Weinstadt gibt es auch unter www.weinstadt.de/solar-offensive